Goldenes Priesterjubiläum: Mit 700 Priestern aus Rom, zahlreichen Kardinälen und Bischöfen feierte Papst Johannes Paul II. am Freitag den 50. Jahrestag seiner Priesterweihe. Kardinal Camillo Ruini begann seine Ansprache mit den Worten: "Heute ist ein großer und glücklicher Tag für die Kirche von Rom." Der Osservatore Romano veröffentlichte aus diesem Anlaß am Dienstag eine Sondernummer, in der 16 herausragende Kirchenleute die Tätigkeit des Papstes würdigen.
Buch: Papst Johannes Paul II. hat anläßlich seines goldenen Priesterjubiläums einige, wie es heißt "Erinnerungen und Überlegungen zu seiner Berufung" geschrieben. Das rund 70seitige, in Polnisch verfaßte Buch sei zum Teil Biographie, zum Teil eine Reflexion über das Priesteramt.
Militärintervention: Frankreich hat am Sonntag seine Absicht erklärt, Soldaten nach Zaire zu schicken. Dem Appell an die Vereinten Nationen haben sich am Montag zahlreiche Staaten angeschlossen. Außenminister Klaus Kinkel forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates.
Gesperrt: Auf Druck von ultra-orthodoxen Juden wird eine große Straße in Jerusalem am Sabbat zu bestimmten Zeiten gesperrt werden. Auf Vorschlag der zuständigen Kommission wird aber gleichzeitig ein halböffentlicher Bus-Verkehr eingerichtet. Konservative Bewohner der heiligen Stadt hatten seit langem die Schließung des Bar-Ilan-Boulevards gefordert. Er soll aber zunächst nur während der Gebetszeiten für den Straßenverkehr gesperrt sein.
Gedenken: Am Montag war der Jahrestag der Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Yitzak Rabin. Bei zahlreichen Gedenkveranstaltungen wurde sein unermüdlicher Einsatz für den Frieden gewürdigt. Anläßlich der Einweihung eines Denkmals in Jerusalem erklärte Rabins Witwe, Lea, große Unsicherheit und Trauer liege über dem Land.
Dalai Lama: Die taiwanische Regierung ist bereit, den Dalai Lama zu empfangen, wenn er das Land besuchen möchte. Das hat ein Sprecher des Präsidenten gegenüber der Presse erklärt. Zuvor hatten die Medien einen möglichen Besuch des tibetischen Relgionsführers angekündigt.
Flüchtlinge: Am Freitag hat der ständige Beobachter des apostolischen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Renato Martino, die Haltung der katholischen Kirche zur Rückführung von Flüchtlingen dargelegt. Er erklärte, sie dürften nicht zur Heimkehr in ihr Land gezwungen werden. Als Prinzip habe zu gelten, so Martino, daß Flüchtlinge von ihrer Heimat angezogen werden und nicht vom Zufluchtsort abgestoßen werden sollten.
Kindersoldaten: Weltweit sollen etwa 250.000 minderjährige Soldaten im Einsatz sein. Wie die Organisation "save the children" mitteilte, kämpfen in 33 bewaffneten Konflikten Jungen und Mädchen ab 5 Jahren als Soldaten. Die Organisation forderte die UNO dazu auf, das Mindesteinzugsalter auf 17 Jahre anzuheben.
Indigene: Die katholische Kirche Ecuadors hat Regierung und Eingeborene zum Dialog aufgerufen. Die Indigenen-Verbände hatten sich gegen die geplante Einrichtung eines ethnisch-kulturellen Ministeriums ausgesprochen und zum Teil gegen die Ernennung des neuen Ministers für Eingeborenenfragen protestiert.
Hurrikan: Wie jetzt aus Havanna gemeldet wird, werden in Kuba über 30.000 Tonnen Reis, Bohnen und Milchpulver nicht verteilt, die für die Opfer der Hurrikankatastrophe vorgesehen waren. Der Grund ist, daß die Regierung noch keine Einigung über die Verteilung erzielen konnte.
Gebet: Zum Auftakt der Synode in Borkum hat der Vorsitzende des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Klaus Engelhardt, die christlichen Kirchen zum verstärkten Gebet aufgerufen. Wörtlich sagte Engelhardt, "daß Kirche betet, muß ihr deutlichstes Kennzeichen sein."
Soziale Dienste: Nach Einschätzung von Bischof Klaus Engelhardt wird die evangelische Kirche gezwungen sein, ihre sozialen Dienste einzuschränken. Grund dafür ist der Rückgang der Kirchensteuer-Einnahmen. Wie Engelhardt am Montag im Südwestfunk erklärte, werde sich die Kirche darauf konzentrieren, den wirklich notleidenden Menschen zu helfen. (kna)
Gewohnheiten ändern: Mit Blick auf den Ernährungsgipfel hat der Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, die deutschen Verbraucher aufgefordert, ihre Gewohnheiten zu ändern. "Wer Lebensmittel vernichtet, mißachtet soziale Gerechtigkeit, erklärte er. Der Verbraucher solle lieber saisonale Produkte aus der Region und weniger Fleisch konsumieren. (kna)
Einreiseverbot: Die dänische Regierung hat am Donnerstag mitgeteilt, daß sie dem Schriftsteller Salman Rushdie die Einreise verweigert. Rushdie soll im kommenden Monat den Literaturpreis der Europäischen Union in Kopenhagen entgegennehmen. Die Regierung begründete ihr Verbot damit, daß sie nicht für die Sicherheit des Autors garantieren könne. Dänische Parteien und Politiker sowie das Komitee zur Unterstützung von Salman Rushdie protestierten gegen diese Entscheidung.
Wahlempfehlung: "Die Katholiken der Vereinigten Staaten sollen keinen Politiker wählen, der für eine Legalisierung der Abtreibung ist." Dazu hat der ehemalige Erzbischof von New Orleans, Philip Hannan, in der letzten Woche aufgerufen. Seiner Erklärung, er habe in diesem Punkt die volle Unterstützung aller Bischöfe von Louisiana, widersprachen jedoch die Bischöfe zweier Diözesen des Staates.
Zurückgeschickt: Kuba hat einen Teil der humanitären Hilfen von katholischen Organisationen wieder in die Vereinigten Staaten zurückgeschickt. Grund waren Etiketten, die nach Ansicht der Verantwortlichen "konterrevolutionäre Aufschriften" sein sollen. Wie eine Zeitung in Havanna schrieb, lehne das kubanische Volk eine konterrevolutionäre Propaganda ab. (kna)
Bischöfinnen: In der anglikanischen Kirche Englands hat sich eine Initiative gegründet, die nach der Zulassung der Frauen zum Priesteramt nun auch die Bischofsweihe für sie fordert. Nach Angaben der Londoner Sunday times sollen sich mehr als 100 Personen der Bewegung angeschlossen haben. Gegner der Initiative befürchten eine Kirchenspaltung. (kna)
Programm: Täglich um 16 Uhr senden wir live die aktuellen Nachrichten aus der Weltkirche. Um 20.20 Uhr können Sie unsere Magazine hören, die um 6.20 Uhr am nächsten Morgen wiederholt werden.
Dienstag: Henri Nouwen: Auf die Stille hören. Gespräch mit dem bekannten Seelsorger und Buchautor, der auch Mitglied der Gemeinschaft "Arche" ist; dort leben Gesunde und geistig Behinderte zusammen.
Mittwoch: Römische Woche: (Es findet keine Generalaudienz statt.) GEPLANTE BEITRÄGE: Vatikan: Die Papstbotschaft zum Krankentag - außerdem eine Tagung der Päpstlichen Kommission "Justizia et Pax" - Rom: Besprechung einer Ausstellung über den Maler Domenichino - Vorstellung eines Rom-Führers.
Donnerstag: Jugendmagazin: Tips - Ideen - Termine
Freitag: Prisma: GEPLANTE BEITRÄGE: Deutschland: Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, P. Hans Langendörfer, im Gespräch. -Das Sozialwort der Kirchen, kommt es oder kommt es nicht? Ein Hintergrund.
Samstag: Kommentar der Woche von Heinz-Albert Raem, Rom und Betrachtung zum Geist von Rupert Mayer von Vitus Seibel, Berlin.
Sonntag: Korrespondenzsendung: Sie schreiben - wir antworten.
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