MENU
* Main
* Description
* Before Christ
* Justinian
* Till Crusades
* Post Crusades
* Franciscans
* Christmas
* It's Christmas
* Shrines
* Pictures
SYNTHESIS
* Italiano
* Francais
* Portugues
* Español
* Deutsch
CHRISTMAS
CELEBRATIONS
* Catholic 1
* Catholic 2
* Orthodox
* Christians
MESSAGES
* Pope
* Patriarchs
* Custos
ARTICLES
* Peace
* Greccio
* S. Francesco
* Fathers
* Homilies
* Herodion
* Silenzio
* Pictures 1
* Pictures 2
* Pictures 3
* Pictures 4
|
Betlehem
GEBURTSSTADT
UNSERES ERLÖSERS
GEBURTSBASILIKA
GROTTE DES HL.HIERONYMUS
KATHERINENKIRCHE
Das älteste schriftliche Zeugnis über den Geburtsort Christi -
abgesehen von den Evangelien - stammt vom Philosophen und Märtyrer
Justinian (Mitte des 2. Jhd. n. Chr.) aus Flavia Neapolis, heute Nablus in
Palästina: ,,Als der Moment der Geburt des Kindes in Betlehem gekommen
war, machte Josef bei einer Grotte Halt, da in der Herberge kein Platz war, und
Maria gebar Christus und legte ihn in eine Krippe. Dort fanden ihn auch die
Weisen aus Arabien." Vor allem die Erwähnung der Grotte als Wohnstatt der
heiligen Familie kann man als ein Echo der lokalen christlichen Tradition
ansehen. Das apokryphe Protoevangelium Jakobi (2. Jhd.) belegt diese
Tradition ebenso wie der Kirchenvater Origenes (3. Jhd.) und die folgende
ununterbrochene Tradition des Heiligtumes über der Grotte von Betlehem.
Dieselbige Grotte wurde von Constantin dem Großen und seiner Mutter
Helena nicht lange nach 325 mit großartigen Bauwerken umgeben - so
zumindest berichtet der Kirchenhistoriker Eusebius von Cäsarea. 386
errichtete der Hl. Hieronymus mit der adeligen Römerin Paula und anderen
Mönchen und Ordensfrauen hier in den Grotten eine Mönchsgemeinschaft,
welche vor allem dem Studium der Bibel gewidmet war. Die berühmte
Bibelübersetzung ins Lateinische, die Vulgata, geht auf diese
Bemühungen zurück! Sein Grab - sowie die Gräber seiner heiligen
Gefährten - befinden sich in unmittelbarer Nähe der Geburtsgrotte.
Die Kirche aus dem 4. Jhd. wich im 6. Jhd. einer anderen Basilika, von ihren
Ausmaßen größer als die Vorgängerin! Bis zum heutigen Tag
ist uns diese Basilika aus dem 6. Jhd. erhalten geblieben und zählt damit
zu einer der ältesten, komplett erhaltenen Kirchen überhaupt! In der
Kreuzfahrerzeit (12.Jhd.) wurden die Wände der Kirche mit kostbaren
Mosaiken geschmückt (mit Gold und Perlmutt unterlegt!), von denen bis zum
heutigen Tag große Fragmente erhaltengeblieben sind. Die dargestellten
Thematiken beziehen sich auf das Neue Testament (im Transept - mit lateinischen
Inschriften) und der Darstellung der sogen. ,,ökumenischen" Konzile (im
Kirchenschiff - mit griechischem Text). Oberhalb der Säulen des
Kirchenschiffs sind in einer Reihe Medaillions aufgereiht: diese stellen die
Vorfahren Jesu dar - mit lateinischen Inschriften! Einer der anbetenden Engel
an der linken Seitenwand hat zu seinen Füßen eine Inschrift (in
Latein und Syrisch) mit dem Namen des Künstlers: Basilius.
Archäologische Grabungen in den Jahren 1934-35 (unter der Britischen
Mandatszeit) haben eine beachtliche Zahl an Bodenmosaiken aus der
Konstantinsbasilika zu Tage gefördert. Einige davon können auch jetzt
noch in Transept und Kirchenschiff bewundert werden.
Die Franziskaner, die in Betlehem schon seit 1347 ansäßig sind,
besitzen direkt neben der Geburtsbasilika einen eigenen Konvent und eine Kirche
(der heiligen Katharina geweiht!). Diese Kirche deckt vor allem die
Notwendigkeit ab, an der Geburtsstätte Christi die Messe in lateinischem
Ritus feiern zu können. Von dieser Kirche aus kann man unmittelbar in die
Grotte des Hl. Hieronymus hinuntersteigen.
HIRTENFELD UND HIRTENGROTTE
Ein anonymer Pilger aus der Antike, erwähnt vom Benediktinermönch
Petrus Diakonus im 12. Jhd., spricht von heiligen Gedächtnisstätten
in der Umgebung von Betlehem: ,,Nicht weit von dort befindet sich die
sogenannte Hirtenkirche, wo ein großer Garten von einer weiten Mauer
umgeben ist. An diesem Ort wird eine lichte Grotte gezeigt, in der sich an der
Stelle der Engelserscheinung der Hirten ein Altar befindet." Auch der hl.
Hieronymus (Ende 4. Jhd.) erwähnt zu wiederholten Malen diesen Ort und
bringt ihn mit dem biblischen Migdal-Eder (Turm von Eder oder Turm der Herde)
in Verbindung. Die Kirche von Jerusalem feierte dort die Vigil der
Weihnachtsnacht! Der Bischof Archulfus (7. Jhd.) weiß sogar von der
Begräbnisstätte dreier Hirten in der Kirche zu berichten! Vor dem
Eintreffen der Kreuzfahrer wurde die Kirche zerstört - dennoch fuhren die
Pilger fort, zumindest die Ruinen der Kirche zu besichtigen.
Gemäß der Tradition wurde dieser Ort mit Deir er-Ra'wat, am
Südrand der Ebene am Fuße von Betlehem, identifiziert, wo sich
beachtliche Ruinen eines antiken Sakralbaus befinden. Die Unterkirche (Krypta),
welche fast unversehrt erhalten ist, diente zeitweise als Pfarrkirche der
griechisch-orthodoxen Kirche bis 1955. Im Jahre 1972 schritt man unter der
Leitung von V. Tzaferis zu Grabungen und der Wiederherstellung der Bauten. Eine
moderne Kirche befindet sich seitlich der alten.
Diese traditionelle Lokalisierung wurde durch die Grabungen von C. Guarmani
(1859) in Frage gestellt, sowie durch die nachfolgenden Grabungen von P.
Virgilio Corbo (1951-52) in Siyar el-Ghanam, einem etwas entfernten Hügel.
Dort konnte man die Reste einer dörflichen Ansiedlung nachweisen,
zurückgehend bis in das 1. Jhd. nach Chr. (mit Ölpresse, bewohnten
Grotten und einem Kolumbarium), sowie ein byzantinisches Kloster (Kirche,
Höfe, Zisternen, Backstube und diverse Mosaike) mit einer Blütezeit
zwischen 4. und 8. Jhd. nach Chr. Das neue Heiligtum, den heiligen Engeln
geweiht, wurde von der Kustodie der Franziskaner der Heiligen Landes errichtet
(1954 durch den Architekten Barluzzi).
P. Eugenio Alliata ofm
|
|